Tirol hat ein doppeltes Problem: Überdurchschnittlich hohe Lebenshaltungskosten treffen auf ein vergleichsweise niedriges Einkommensniveau.
„Es gibt kein Auskommen mit dem Einkommen“, hat unser Parteigründer Fritz Dinkhauser bereits vor fast 20 Jahren gesagt. Geändert hat die ÖVP daran viel zu wenig, kritisiert Liste Fritz Parteichefin Andrea Haselwanter Schneider.
Sie sieht vor allem die ÖVP in der Verantwortung. Schließlich sitzt sie seit mehr als 80 Jahren ununterbrochen in der Tiroler Landesregierung und hat in dieser Zeit viel zu viel Klientelpolitik betrieben. Von Dinkhauser bis Zangerl weist auch die Arbeiterkammer seit Jahren auf den Kaufkraftverlust der Tirolerinnen und Tiroler hin.
„Zum Österreich Aufschlag zahlen die Tirolerinnen und Tiroler noch einen Tirol Extra Aufschlag. Der ist nicht naturgegeben“, stellt Haselwanter Schneider klar.
Zwei Drittel der Einkommenssteigerungen gehen für höhere Preise drauf
Ob Wohnen, Lebensmittel oder Treibstoff, Tirol zählt regelmäßig zu den teuersten Bundesländern Österreichs. Eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer zeigt zudem, wie wenig von den nominellen Einkommenssteigerungen tatsächlich bei den Beschäftigten angekommen ist.
Im Durchschnitt mussten Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwei Drittel ihrer Einkommenserhöhungen allein für die gestiegenen Preise aufwenden.
Damit wird die Teuerung zunehmend zu einer Verteilungsfrage. Es genügt nicht, auf steigende Löhne auf dem Papier zu verweisen, wenn die reale Kaufkraft kaum wächst. Entscheidend ist, was den Menschen nach den Ausgaben für Wohnen, Energie, Lebensmittel und Mobilität tatsächlich bleibt.
Tirol braucht höhere Einkommen und niedrigere Fixkosten
„Die langfristige Antwort muss deshalb auch beim Einkommensniveau ansetzen. Tirol braucht hochwertige Ganzjahresarbeitsplätze, bessere Aufstiegschancen, eine Stärkung gut bezahlter Branchen und bessere Rahmenbedingungen für Vollzeitbeschäftigung. Gleichzeitig müssen jene besonders hohen Fixkosten sinken, bei denen die Politik Einflussmöglichkeiten hat, vom Wohnen über die Kinderbetreuung bis zur Mobilität.“
Andrea Haselwanter-Schneider
Die breite Mitte trägt Familien, Vereine, Ehrenamt und Gemeinden. Sie ist der soziale Kitt unserer Gesellschaft. Wird sie wirtschaftlich immer stärker unter Druck gesetzt, wächst die Schere. Gleichzeitig verstärkt sich das Gefühl, dass Leistung und Lebensstandard zunehmend auseinanderfallen.