Wohnbauförderung ist für Einheimische da – nicht für Großhoteliers

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Liste Fritz fordert sofortigen Stopp für Mitarbeiterwohnungen auf der Kellerwiese in Kitzbühel

Während Einheimische im Bezirk verzweifelt nach leistbarem Wohnraum suchen, soll auf der Kellerwiese an der westlichen Ortseinfahrt von Kitzbühel ein Wohnkomplex mit rund 170 Einheiten entstehen. Allerdings nicht für die lokale Bevölkerung, sondern für Saisonarbeitskräfte großer Tourismusbetriebe. Errichtet wird das Projekt ausgerechnet von der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Tiroler Wohnen. Für die Liste Fritz ist das ein untragbarer Missbrauch von Wohnbaufördermitteln und lehnt diese Zweckentfremdung von Wohnbaufördermittel auf Kosten der Einheimischen entschieden ab. „Jede Million aus der Wohnbauförderung, die in die Tourismusförderung umgeleitet wird, fehlt beim leistbaren Wohnraum für die Bevölkerung. Mit dieser Vorgangsweise fördern die Verantwortlichen erneut den Tourismus durch die Hintertüre. Auch gibt es keine Garantie, dass diese ehemals geförderten Wohneinheiten in naher Zukunft am freien Markt nicht gewinnbringend verkauft werden. Und das ist schlicht nicht akzeptabel“, betont Liste-Fritz-Bezirkssprecher Sepp Niedermoser.

Liste Fritz fordert sofortige Überarbeitung der Wohnbauförderrichtlinien

Um derartige Fehlentwicklungen künftig zu verhindern, verlangt die Liste Fritz eine umgehende Reform der Förderrichtlinien. Auch in Kitzbühel schlägt das Projekt hohe Wellen. „Wie sollen wir den Einheimischen erklären, dass hier mit Wohnbaufördergeldern der Tourismus unterstützt wird, obwohl es überall im Bezirk an leistbarem Wohnraum fehlt? Dieser ´Wohnsilo` für Saisonkräfte zeigt, dass die Politik in diesem Bezirk die Bodenhaftung völlig verloren hat. Die Leidtragenden sind erneut die einheimischen Familien“, kritisiert Niedermoser. Zudem sei zu befürchten, dass die Wohnungen im Sommer leer stehen. Das ist nicht nachvollziehbar“.

Liste Fritz unterstützt Petition der Opposition im Kitzbüheler Gemeinderat

Für die Liste Fritz steht das Projekt sinnbildlich für verfehlte Raumordnung, mangelnde Prioritätensetzung und politische Ignoranz gegenüber dem realen Wohnungsnotstand im Bezirk. Deshalb unterstützt sie die Kitzbüheler Oppositionsparteien SPÖ, Liste UK und die Grünen in ihrem Widerstand gegen dieses Großprojekt. „Dieser Bauwahnsinn auf Kosten der Einheimischen muss ein Ende haben. Wir unterstützen daher die Petition der Opposition. Unter https://www.petitionen.com/kellerwiese kann jede und jeder eine Stimme gegen dieses Fehlprojekt und für eine vernünftige Wohnbaupolitik im Bezirk Kitzbühel abgeben“, so Niedermoser abschließend.

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