Kein Bedarf für Mega-Bodenaushubdeponie Vellenberg in Götzens-Völs

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Liste Fritz unterstützt Anrainer und Bürger – endlich Bedarfsplanung und Sonderflächenwidmung für Deponien umsetzen

Nach acht Jahren hat die ARGE Gruber-Plattner ihr Projekt vollständig eingereicht und so findet am 03. Februar in Götzens die mündliche Verhandlung für die geplante Mega-Deponie Vellenberg statt. Liste-Fritz-Klubobmann Markus Sint, der in Götzens wohnt, sieht keine dringende Notwendigkeit für diese Mega-Deponie. „In den letzten acht Jahren ist diese Mega-Deponie niemandem abgegangen, dringend notwendig kann sie also nicht sein. Der Bedarf nach Deponien im Bezirk Innsbruck-Land ist mehr als gedeckt, laut Zahlen des Landes Tirol braucht es in den nächsten sieben Jahre keine Deponien. Wenn es aber keinen konkreten Bedarf für diese Mega-Deponie gibt, dann soll die Bevölkerung auch nicht derart massiv belastet werden“, ist Sint überzeugt. Die geplante Deponie Vellenberg soll ein Füllvolumen von 370.500 Kubikmetern auf 15 Jahre haben und würde rund 75.000 LKW-Fahrten verursachen. „Dieser massive LKW-Verkehr auf der ohnehin stark befahrenen Götzner-Straße ist für die Bevölkerung eine enorme Belastung und nicht zumutbar. Die Ein- und Ausfahrt bei der Deponie ist problematisch. Zudem beeinträchtigen Staub, Feinstaub und Lärm die Lebensqualität der Anrainer und Bürger massiv. Und das alles, ohne dass die Gemeinde Götzens einen Vorteil hat“, warnen Liste Fritz-Klubchef Markus Sint und Bezirkssprecher Robert Greil.

Deponien dort, wo es Bedarf gibt – Bedarfserhebung und Bedarfsplanung notwendig

Ein häufig verwendetes Argument für Bodenaushubdeponien ist der Wohnbau. Sint und Greil lassen das nicht gelten. „Für ein Einfamilienhaus fallen rund 300 Kubikmeter Bodenaushub an. In diese geplante Deponie würde der Aushub von rund 1.200 Häusern passen. Das entspräche über 3.000 zusätzlichen Bewohnern im westlichen Mittelgebirge“, rechnen beide vor. So viel wird nie gebaut, weil die Gemeinden das mit ihrer Infrastruktur gar nicht schaffen kann. „Die Gemeinden sind schon jetzt am Limit. Sie können aufgrund ihrer finanziellen Situation mit demnötigen Ausbau von Kanal, Straßen, Kinderbetreuung, Schulen oder Pflegeeinrichtungen ohnehin kaum mehr Schritt halten.“

Liste Fritz will Wildwuchs bei Deponien seit Jahren stoppen

„Ich stehe beim Thema Deponien klar auf der Seite der Anrainer und Gemeinden. Deshalb fordere ich schon seit vielen Jahren mehr Mitsprache. Mit einer Sonderflächenwidmung durch die Gemeinde müssten Grundeigentümer und Betreiber endlich auf Bürgermeister und Gemeinderäte zugehen und so gemeinsam sinnvolle Standorte suchen. Leider blockiert die ÖVP-dominierte Landesregierung diese Lösung seit Jahren“, berichtet Sint. Zudem brauche es endlich eine verbindliche Bedarfsplanung. „Wo Bedarf besteht, sollen Deponien möglich sein. Aber diesen Wildwuchs der letzten Jahre wollen wir als Liste Fritz stoppen und endlich vernünftig regeln“. Abschließend richtet Sint einen Appell an die Ortschefs. „Ich erwarte mir von den Bürgermeistern in Götzens und Völs eine klare Stellungnahme zur Mega-Deponie Vellenberg. Die Bürger haben ein Recht zu wissen, was ihre Dorfchefs wirklich wollen.“

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