Liste Fritz fordert umfassende Struktur- und Demokratiereform der Wirtschaftskammer
Seit zwei Wochen berichten Medien nahezu täglich über die massiven Gehaltserhöhungen in der Wirtschaftskammer. Zeitungen und Online-Portale sind voll davon. Doch außer lautstarken Rücktrittsaufforderungen ist bislang nichts passiert. Für die Liste Fritz ist klar: „Wenn das das Ergebnis von zwei Wochen Empörung ist, dann ist das schlichtweg zu wenig. Denn Rücktritte alleine lösen das wahre Problem nicht. Und das liegt viel tiefer,“ kritisiert Liste Fritz-Wirtschaftssprecher und Unternehmer Robert Greil. „Dass ausgerechnet jene, die selbst zu den Spitzenverdienern in der Kammer gehören, jetzt am lautesten nach Rücktritten schreien, ist pure Heuchelei. Was wir brauchen, ist eine echte, tiefgreifende Strukturreform.“
Liste Fritz fordert mehr direkte Demokratie in der Wirtschaftskammer
Nur ein umfassender Umbau der Kammer kann das Vertrauen der Mitglieder wiederherstellen. Die derzeitige Struktur, in der einfache Mitglieder kaum Mitspracherechte haben, ist völlig überholt und undemokratisch. „Würde man das Kammerwahlrecht auf Österreichs politisches System umlegen, wäre es so, als dürften die Bürgerinnen und Bürger nur den Gemeinderat wählen. Landtag, Nationalrat, Bundeskanzler und Bundespräsident würden dann intern bestimmt. Das ist absurd und längst nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Greil und weiter: „Wir fordern daher, dass jedes Mitglied die Möglichkeit hat, seine Innung oder Fachgruppe, seine Spartenvertreter sowie die Vertreter im Wirtschaftsparlament wie auch die Präsident:innen direkt zu bestimmen. Nur so entsteht echte demokratische Legitimation.“
Neben einer Demokratisierung verlangt die Liste Fritz auch klare personelle Konsequenzen und volle Transparenz bei Bezügen, Zulagen und Mehrfachfunktionen. „Den Mehrfachverdienern muss endlich das Handwerk gelegt werden,“ betont Greil. „Wer sich schamlos an den Mitgliedsbeiträgen bereichert und überzogene Gehaltserhöhungen genehmigt, muss zur Verantwortung gezogen werden.“ Die jüngsten Gehaltserhöhungen sind für die Liste Fritz nur ein Symptom eines viel tieferliegenden Problems. Nämlich eines undurchsichtigen, verkrusteten Systems, das sich selbst bedient und seine Mitglieder ausschließt. „Wir von der Liste Fritz fordern daher eine echte Struktur- und Demokratiereform, volle Transparenz und endlich mehr Mitsprache für die Wirtschaftstreibenden“, so Greil abschließend.
