Liste Fritz verlangt umsetzen statt ankündigen – Null Maßnahmen für Energiesparen
Grundsätzlich ist es richtig, wenn Tirol unabhängiger von Öl, Gas und Kohle werden will. Dieses Ziel ist unumstritten. „Politische Inszenierungen wie Regierungsklausuren sind das eine, das andere ist die Glaubwürdigkeit von ÖVP und SPÖ. Warum sollen die Tiroler glauben, dass die schwarz-rote Landesregierung in diesem einen Jahr bis zur Landtagswahl umsetzt, was sie in vier Jahren davor nur angekündigt hat? Es hat Landeshauptmann Mattle niemand am Umsetzen gehindert, er hat mit der SPÖ die entsprechenden Mehrheiten aber nicht genutzt“, zeigen Liste Fritz-Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Liste Fritz-Klubobmann Markus Sint auf.
Ziel: 30% Energie einsparen. Fakt: 0% konkrete Maßnahmen
„Wenn die ÖVP-SPÖ Landesregierung ´Tirol 2050 energieautonom` als großen Wurf ihrer Regierungsklausur präsentiert, füllt sie alten Wein in alte Schläuche ab. Dieser Weg ist seit 2014 beschlossen, es fehlt nicht an der Zielsetzung, sondern an der Umsetzung. So hat die Landesregierung auch gestern keine einzige konkrete Maßnahme vorgestellt, wie sie beispielsweise den Energiebedarf in Tirol um 30 Prozent senken will. Als die Liste Fritz ein Fördermodell für Stromsparen im Landtag beantragt hat, haben ÖVP und SPÖ vor zwei Jahren dagegen gestimmt. Aber selbst haben sie bisher keine eigene Idee zum Energie sparen präsentiert“, erklärt Sint.
ÖVP-SPÖ ignorieren Nein der Bevölkerung zum Mega-Pumpspeicherkraftwerk Kauntertal
Mit dem Festhalten am Mega-Ausbau des Kraftwerkes Kaunertal ignorieren ÖVP und SPÖ die Volksbefragungen in Sölden und Pfunds ungeniert. „Zuerst hat Landeshauptmann Mattle versprochen, die Bevölkerung ernst zu nehmen und ihr Nein zu akzeptieren. Jetzt will Mattle den Ötztalern doch das Wasser abgraben und im Platzertal ein unberührtes Hochtal unwiederbringlich zerstören. Diesen massiven Griff nach unserer Natur braucht es nicht für die Energiewende in Tirol, sondern zur Gewinnmaximierung für die TIWAG. Der gewonnene Strom bleibt nicht in Tirol, sondern wird ins Ausland verkauft. Das wirtschaftliche Risiko und das Risko durch den Klimawandel verursachte Hangrutschungen und Felsabbrüche sowie zunehmende Trockenheiten ist bei diesem Mega-Kraftwerksprojekt enorm. Für uns als Liste Fritz ist es das falsche Projekt, wir respektieren und akzeptieren das Nein der Tiroler Bevölkerung“, so Haselwanter-Schneider und Sint.