Rasche Lärmschutzmaßnahmen entlang der Zillertalstraße

Weitere News
Markus Sint und Roswitha Schmida bei der Pressekonferenz

Sofortige Temporeduktion auf 50 km/h, Polizeikontrollen nachts, Offenlegung der Pläne
An Spitzentagen werden in Fügen 28.000 bis 32.000 Fahrzeuge am Tag gezählt. Im Schnitt sind es laut Verkehrszählung 17.000 Fahrzeuge. Seit Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten, werden die Anrainerinnen und Anrainer in Fügen vertröstet. „Wir werden hingehalten, indem man uns eine Umfahrung Fügen verspricht und alle anderen Schutzmaßnahmen unterlässt“, kritisiert Roswitha Schmida, sie ist Anrainerin und Bezirkssprecherin der Liste Fritz in Schwaz. Seit mehr als zwanzig Jahren kämpfen Anrainerinnen und Anrainer für mehr Lebensqualität. „Was wir bekommen haben, sind Zusagen, die nicht halten und eine immer größere Lärmbelastung.“ Eine angekündigte Umfahrung Fügen in unbestimmter Zukunft ist für Schmida „keine Lösung für die Menschen, die heute hier leben“. Um sofort Linderung zu schaffen, fordert die Liste Fritz eine Temporeduktion auf 50 km/h im Ortsbereich Fügen. „Nachts muss kontrolliert werden, um Raser zu stoppen, an Stautagen braucht es eine aktive Verkehrsregelung.“ Ein Blick auf den Lärmkataster zeigt ganz deutlich, zahlreiche Grundstücke entlang der Zillertalstraße, nicht nur in Fügen, sind dunkelviolett, soll heißen schwer belastet. „Wir fordern keine Luxuslösung. Wir fordern Schutz und Bewegungsfreiheit für die Bevölkerung und dazu braucht es eine funktionierende Verkehrsstrategie.“

Sint fordert ein Offenlegen der Pläne von der Landesregierung
Liste Fritz-Klubobmann Markus Sint fordert Aufklärung seitens der Landesregierung. „Anrainer haben uns über gesundheitliche Probleme, insbesondere über Schlafstörungen und Stress berichtet. Trotz dieser Situation ist im Landesbudget 2026/2027 kein Geld für den Bau der Umfahrung vorgesehen.“ Die Liste Fritz macht nun einen erneuten Vorstoß im Landtag und bringt eine schriftliche Anfrage ein. Die Beantwortung von 28 Fragen zum Bau der Umfahrung soll endlich Licht am Ende des Tunnels bringen. Weil sich der Bau solange verzögert, hat, stellt sich die Frage, ob die Trassenführung noch zeitgemäß ist, oder ob es eine weiter ausgelagerte Trasse braucht. „Das Zillertal braucht ein echtes Verkehrskonzept, keine Umfahrung, die nie kommt oder eine Bahn, deren Modernisierung auf sich warten lässt.“

Beitrag teilen

Pressespiegel

Zur Person