Mehr Ressourcen für die Schulassistenz, Tirol bleibt österreichweit Schlusslicht
In Tirol ist der Anteil der Kinder, die in der Regelschule betreut werden, in den letzten fünf Jahren gestiegen. Die Inklusionsrate liegt jetzt bei 59 Prozent. Damit ist Tirol österreichweit aber immer noch Schlusslicht. Der Österreich-Schnitt liegt bei 63 Prozent. „Wenn ÖVP-Bildungslandesrätin Cornelia Hagele jetzt über überforderte Lehrkräfte klagt, dann ist das Problem hausgemacht“, sagt Liste-Fritz-Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider. „Jahrelang hat die ÖVP Inklusion und damit Chancengleichheit nicht ernst genommen und zulange auf den Erhalt der Sonderschulen fokussiert.“ Die Änderung des Teilhabegesetzes sei ein weiterer Rückschritt. „Wenn es keinen Rechtsanspruch auf Schulassistenz mehr gibt, dann werden Ressourcen in Regelschulen weiter verknappt.“ Die SPÖ sitzt in der Regierung und schaut zu.
Die Liste Fritz fordert eine echte Wahlfreiheit für Eltern. „Jedem Kind die gleichen Chancen heißt auch, jedem Kind die gleichen Ressourcen, egal in welchem Schultyp.“ Klar ist, dass der Bedarf an Schulassistenz gestiegen ist. Im laufenden Schuljahr wurden rund 30.000 Unterstützungsstunden für rund 1400 Schülerinnen und Schüler geleistet. „Wir fordern eine ehrliche Diskussion über die Finanzierung der Schulassistenz und eine breitere Einbindung der Behindertenorganisationen. Eine höhere Inklusionsrate und weniger Verunsicherung der Eltern und Vereine sollten das Ziel sein.“