Landesregierung schlittert in die nächste Versorgungslücke

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Liste Fritz fordert rasche Lösung. Landespolitik muss endlich handeln

Die drohenden finanziellen Engpässe an den Kliniken und mögliche Einschränkungen in der Patientenversorgung sind für Liste Fritz-Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider der nächste Beweis für die dramatische Schieflage im Tiroler Gesundheitssystem. „Wenn ab Juli tatsächlich Leistungen an der Klinik zurückgefahren werden müssen, sind die Patientinnen und Patienten die Leidtragenden. Wieder wird ein Konflikt zwischen Bund und Land auf dem Rücken der Bevölkerung und der Ärzteschaft ausgetragen. Das ist verantwortungslos und nicht akzeptabel“, stellt Haselwanter-Schneider klar. Dass die Medizinische Universität ihre Leistungen reduzieren muss, wenn die vereinbarten Mehrdienstleistungen ausgeschöpft sind und keine Lösung am Tisch liegt, ist nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist hingegen, dass das Land Tirol sehenden Auges in die nächste Versorgungslücke schlittere. „Wenn die Med-Uni Leistungen herunterfährt, kann der niedergelassene Bereich diese Lücke derzeit nicht auffangen. Es fehlt an Kassenärztinnen und Kassenärzten, immer mehr Ordinationen verhängen bereits einen Patientenstopp“, so Haselwanter-Schneider. Eine Entlastung der Spitalsambulanzen sei richtig und notwendig. Sie dürfe aber nicht dazu führen, dass Patientinnen und Patienten von einer überfüllten Ambulanz in die nächste überlastete Ordination geschickt werden. „Viele Ärztinnen und Ärzte arbeiten längst am Limit. Ohne zusätzliche Kassenstellen, bessere Rahmenbedingungen und eine echte Versorgungsplanung wird diese Rechnung nicht aufgehen“, warnt Haselwanter-Schneider.

Jetzt sind Landeshauptmann Anton Mattle und vor allem Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele gefordert. Es braucht eine Lösung. Nicht irgendwann, sondern jetzt. „Wenn Bundeskanzler und Gesundheitslandesrätin derselben Partei angehören, sollte eine rasche Lösung wohl möglich sein. Und wenn der Bund ausfällt, muss eben das Land einspringen. Alles andere ginge zu Lasten der Patienten. Schönreden, Aussitzen und das Weiterschieben von Zuständigkeiten helfen niemandem. Die Landesregierung muss endlich handeln, statt auf Zuständigkeiten zu verweisen“, so Haselwanter-Schneider abschließend.

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