Kirchdorf: Ortskernbelebung ja, Dorfkaiser-Politik nein

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Liste Fritz fordert Neustart: Kirchdorfer Bürger nicht länger überfahren!

In Kirchdorf sorgt die beschlossene Abänderung von Grundstückswidmungen im Ortszentrum für massiven Ärger bei den betroffenen EigentümerInnen. So müssen bei Neu- oder Umbauten im Erdgeschoß künftig Betriebe entstehen. Die Gemeinde begründet diese Maßnahme mit der Belebung des Ortskerns, der Ansiedelung von Betrieben und der Stärkung der Kaufkraft. Für Liste Fritz-Bezirkssprecher Josef Niedermoser mag der Ansatz richtig und nachvollziehbar sein, nicht aber die gewählte Vorgangsweise. „Eine Ortskernbelebung ist grundsätzlich wichtig und richtig. Andere Gemeinden in Tirol haben solche Modelle bereits erfolgreich umgesetzt. Der entscheidende Unterschied ist aber: Dort wurden die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Beteiligungsprozesses eingebunden. In Kirchdorf hingegen wurde offenbar über die Köpfe der betroffenen EigentümerInnen hinweg entschieden. Das ist unterirdisch und demokratiepolitisch äußerst bedenklich“, kritisiert Niedermoser.

Die Zeit der Dorfkaiser ist vorbei

Besonders scharf kritisiert die Liste Fritz den politischen Stil von ÖVP-Bürgermeister Gerhard Obermüller. Erst nach medialem Druck habe Obermüller eine Art Entschuldigung abgegeben. „Das ist zu wenig. Wer Bürgerinnen und Bürger vor vollendete Tatsachen stellt, betreibt keine Bürgernähe, sondern Drüberfahrpolitik der schlimmsten Sorte. Die Zeit der ÖVP-Dorfkaiser ist vorbei, auch wenn Obermüller offenbar glaubt, als ´Dorfpapa` allein zu wissen, was für alle gut ist“, so Niedermoser. Er fordert, den Beschluss aufzuheben. „Es braucht einen Neustart mit echter Bürgerbeteiligung, bei dem alle betroffenen Eigentümer, Anrainer und Wirtschaftstreibenden von Anfang an eingebunden werden.“

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