Nach Machbarkeitsstudie braucht es Finanz-Verhandlungen. Einhausung ist Zukunftsinvestition. Lärmschutz ist Gesundheitsschutz
Für die Liste Fritz haben die Menschen im Westen der Stadt Innsbruck von Mentlberg/Sieglanger über Kranebitten bis nach Völs ein Recht auf einen wirksamen und langfristigen Schutz vor Autobahnlärm. Rund 6.000 bis 20.000 Menschen sind betroffen. Mit einer bloßen Lärmschutzwand ist es für Liste Fritz-Klubobmann Markus Sint und Liste Fritz-Gemeinderat Tom Mayer deshalb nicht getan. Sie setzen sich weiterhin für eine Einhausung zum Schutz der Menschen ein. „Mit der Machbarkeitsstudie ist der erste Schritt getan, die Einhausung ist technisch machbar und lärmschutzmäßig sinnvoll. Natürlich muss der Aufwand zum Nutzen passen. Und das tut er hier. Denn Lärmschutz ist Gesundheitsschutz. Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität“, stellen Liste Fritz-Klubobmann Markus Sint und Liste Fritz-Gemeinderat Tom Mayer klar.
Einhausung schlägt Lärmschutzwand
Für die Liste Fritz greift der reine Kostenvergleich zwischen Lärmschutzwand und Einhausung zu kurz. Eine Lärmschutzwand hat eine Lebensdauer von rund 30 Jahren. Eine Einhausung hingegen von rund 100 Jahren. „Bei ASFINAG-Einnahmen von jährlich rund 366 Millionen Euro in Tirol wäre das Projekt mit einer Jahreseinnahme finanziert. Hier geht es um ein Jahrhundertprojekt. Über die Lebensdauer gerechnet, kostet die Einhausung jährlich rund vier Millionen inklusive Betriebskosten. Wenn eine Einhausung eine wesentlich längere Lebensdauer hat, relativiert sich der reine Kostenvergleich deutlich“, erklärt Liste Fritz-Gemeinderat Tom Mayer, der die ASFINAG auffordert, sich nicht hinter kurzfristigen Rechenmodellen zu verstecken. „Eine zehn Meter hohe Lärmschutzwand ist keine Lösung, sondern ein Betonpflaster auf ein langfristiges Problem“, so Mayer. Für die Liste Fritz überwiegen die Vorteile der Einhausung. „Sie schützt die Bevölkerung besser vor Lärm und vermeidet Gesundheitskosten als Folge von krankmachendem Lärm. Zudem schafft sie rund 100.000 Quadratmeter neue Fläche, die im Westen Innsbrucks sinnvoll für die Bevölkerung genutzt werden kann. Eine Einhausung ist keine Luxusprojekt, sondern eine Zukunftsinvestition. Wer nur auf die kurzfristig billigere Variante schielt, nimmt seine Verantwortung nicht ernst und lässt die Betroffenen im Stich“, zeigt Markus Sint auf.
Stadt, Land, Bund und ASFINAG müssen Finanzierung verhandeln
Für die Liste Fritz sind jetzt Stadt- und Landesregierung am Zug. Bürgermeister Johannes Anzengruber und Landeshauptmann Anton Mattle sollen gemeinsam mit der Bundesregierung und der ASFINAG über die Finanzierung der Einhausung verhandeln. „Politik ist für die Menschen da. Wer Geld zum langfristigen Schutz der Bevölkerung investiert, investiert es am besten. Freiwillig wird die ASFINAG nicht mehr zahlen als sie muss, daher heißt es hartnäckig und konsequent verhandeln. Für Innsbruck und für Tirol, die Liste Fritz sagt Ja zur Einhausung, Ja zum Lärmschutz und Ja zum Gesundheitsschutz“, erklären Markus Sint und Tom Mayer abschließend.
Foto: IG Einhausung-West/Norbert Gratzer






