Liste Fritz fordert sofortiges Sicherheitskonzept, eigenes Sicherheitspersonal und volle Aufklärung
Die Berichte über massive Gewaltprobleme in der Notschlafstelle am Schusterbergweg sind für Liste Fritz-Klubobmann Markus Sint ein dramatisches Alarmsignal. Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Morddrohungen, tätlichen Angriffen und permanenter Unsicherheit berichten, dürfe niemand zur Tagesordnung übergehen. „Da ist Gefahr in Verzug. Es ist absolut inakzeptabel, dass Beschäftigte offenbar seit Monaten um Hilfe rufen und trotzdem nicht ausreichend geschützt werden“, stellt Liste Fritz-Klubobmann Markus Sint klar. Für die Liste Fritz ist unverständlich, dass es in anderen sensiblen Einrichtungen Sicherheitsdienste gibt, in der Notschlafstelle aber nicht. „Es kann nicht sein, dass es in Flüchtlingsheimen eigene Security gibt, aber in der Notschlafstelle nicht. Das ist ein enormes Sicherheitsrisiko. Wer weiter abwartet, nimmt weitere Eskalationen in Kauf“, warnt Sint. Die Liste Fritz fordert die sofortige Erarbeitung und Umsetzung eines umfassenden Sicherheitskonzeptes mit klaren Abläufen bei Bedrohungen und Übergriffen, wirksamen Präventionsmaßnahmen, besserer Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eigenem Sicherheitspersonal vor Ort. „Die Beschäftigten dürfen mit gefährlichen Situationen nicht länger allein gelassen werden. Wer in einer sozialen Einrichtung arbeitet, verdient Respekt, Rückhalt und Schutz“, so Markus Sint.
Zu wenig, zu spät: Liste Fritz fordert volle Aufklärung
Scharfe Kritik übt die Liste Fritz am Geschäftsführer der TSD und am zuständigen SPÖ-Landesrat Philipp Wohlgemuth. „Mitarbeiter haben mir in einem persönlichen Gespräch dieser Tage erzählt, dass sie die Verantwortlichen vor Monaten informiert haben. Sie haben aber nicht ausreichend auf die Hilferufe der Mitarbeiter reagiert. Jetzt unter medialem Druck kündigen sie Maßnahmen an, die sie den Beschäftigten längst versprochen haben. Das ist zu wenig und kommt viel zu spät“, zeigt Sint auf. Besonders schwer wiegt für Sint der Umgang mit Mitarbeitern, die selbst Opfer von Angriffen geworden sind. Es sei nicht hinnehmbar, wenn tätlich angegriffene Beschäftigte ohne nachvollziehbare Begründung entlassen und nicht einmal über den TSD-Sozialplan abgesichert würden. „Wer angegriffen wird, braucht Schutz, Unterstützung und faire Behandlung. Alles andere ist eines Landesunternehmens unwürdig“, sagt Sint.Die Liste Fritz verlangt volle Transparenz über die Zahl der Vorfälle, bisherige Maßnahmen der TSD, die Reaktion der politisch Verantwortlichen und den arbeitsrechtlichen Umgang mit betroffenen Beschäftigten. „Wir wollen wissen, wer wann von den Vorfällen gewusst hat, welche Maßnahmen zugesagt wurden und warum sie nicht längst umgesetzt sind. Die schwarz-rote Landesregierung darf sich nicht länger wegducken“, so Sint.
