Ankündigungen helfen nicht an der Liftkassa. Jetzt handeln statt warten.
Die Absicht der EU, Einheimischentarife im Sinne der GEO-Blocking-Verordnung zu ermöglichen, ist grundsätzlich zu begrüßen. Dennoch bleibt Kritik. Die schwarz-rote Landesregierung hat zu lange nichts unternommen, während Tirols Familien weiter tief in die Tasche greifen müssen. „Es ist positiv, dass auf EU-Ebene Bewegung zu erkennen ist. Aber bekanntlich mahlen die Mühlen der EU langsam. Kommt die Regelung erst 2027, ist auch die Saison 2026/27 vorbei und die Tiroler zahlen einen weiteren Winter die Zeche für politische Versäumnisse“, betont Liste Fritz-Landtagsabgeordneter Herwig Zöttl. Ankündigungen helfen nicht an der Liftkassa, entscheidend ist rasches Handeln im Land. Auch die Initiative der Arbeiterkammer und heimischer Energieversorger wird begrüßt. „Sie ist ein wichtiger Beitrag zur Entlastung, aber nicht für alle Tirolerinnen und Tiroler gleichermaßen zugänglich“, so Gabi Madersbacher, Sprecherin der Liste Fritz im Bezirk Kufstein.
Liste Fritz fordert unabhängig vom EU-Entscheid Online-Plattform
„Mit einem gemeinsamen Kundenkartenmodelle können Vergünstigungen transparent, unbürokratisch und sozial treffsicher angeboten werden“, ist Madersbacher überzeugt. „Zusätzlich braucht es unabhängig vom zukünftigen EU-Entscheid endlich eine zentrale Online-Plattform, auf der sämtliche Initiativen über das ganzjährige Freizeitangebot für alle Tiroler gebündelt und leicht auffindbar sind. Für die Liste Fritz ist die EU-Initiative ein Hoffnungsschimmer, aber kein Freibrief für weiteres Zuwarten. „Solange Brüssel prüft und verhandelt, muss Tirol Alternativen anbieten. Die Menschen dürfen nicht noch einen Winter lang die Folgen politischer Untätigkeit ausbaden“, so Zöttl abschließend.