Beim Bürgertag in der Villa Blanka in Innsbruck hat Andrea Haselwanter-Schneider die Liste Fritz auf die kommende Landtagswahl eingeschworen. Das Ziel: kräftig zulegen, Tirol moderner machen und als eigenständige Alternative zu ÖVP und FPÖ mehr mitgestalten.
15 Prozent sind unser ehrgeiziges Ziel. Wir wollen stärker werden und mitreden, wenn es um die Zukunft Tirols geht. Gestalten kann man in der Opposition und in der Regierung. Regieren ist für uns aber kein Selbstzweck und schon gar nicht um jeden Preis.
Spitzenkandidatin Andrea Haselwanter-Schneider
Entscheidend ist, was für Tirol herauskommt
Nach der Wahl will die Liste Fritz mit allen Parteien sprechen. Entscheidend ist für uns, in welcher Konstellation wir möglichst viel für die Tirolerinnen und Tiroler umsetzen können.
„Entscheidend ist nicht, wer mit wem kann, sondern was am Ende für Tirol herauskommt“, so Haselwanter-Schneider. Auch unsere interne Mitgliederbefragung zeigt keine klare Präferenz für ein bestimmtes Koalitionsmodell: Zustimmung gibt es für unterschiedliche Varianten.
Tirol neu denken. Besser wir schauen drauf.
Unter diesem Motto stand unser Bürgertag. Als eigenständige Tiroler Alternative zu ÖVP und FPÖ setzen wir auf Unabhängigkeit und Kontrolle.
„Uns gibt es nur in Tirol. Wir werden nicht von Wien dirigiert, wir sind unabhängig und sauber und haben noch nie einen Cent an Parteispenden genommen. Diese Freiheit wollen wir nutzen, um Tirol für die Tirolerinnen und Tiroler noch lebenswerter zu machen.“
Im Mittelpunkt steht deshalb auch der sorgsame Umgang mit Steuergeld: „Besser wir schauen drauf, dass Steuergeld richtig verwendet wird. Besser wir schauen drauf, dass Tirol leistbarer wird. Dass wir das können, haben wir bewiesen. Wir müssen den Mut haben, alte Zöpfe abzuschneiden“, erklärt Haselwanter-Schneider.
Mehr leistbaren Wohnraum schaffen
Beim Wohnen wollen wir den gemeinnützigen Wohnbau massiv ausweiten. „Wir müssen so viel leistbaren Wohnraum schaffen, bis das Angebot die Nachfrage tatsächlich besser deckt und damit auch Druck von den Preisen kommt“, sagt Haselwanter-Schneider.
Gleichzeitig wollen wir neue Möglichkeiten gegen Bodenspekulation prüfen. Dazu gehören eine Grundsteuer C auf ungenutztes, gewidmetes Bauland und eine Spekulationsabgabe.
Tourismus neu ausrichten und Abgaben senken
Auch im Tourismus braucht es aus unserer Sicht eine Neuausrichtung. Wir wollen die Tourismusabgabe senken und hinterfragen, wie viel Geld das bestehende System tatsächlich braucht.
„Wir bezweifeln, dass es rund 280 Millionen Euro braucht, um Gäste nach Tirol zu holen“, so Haselwanter-Schneider. Wir wollen mit den vorhandenen Mitteln haushalten und in tourismusintensiven Regionen einen Bettenstopp einführen. Eine niedrigere Tourismusabgabe soll zugleich Unternehmen sowie Konsumentinnen und Konsumenten entlasten.