Liste Fritz fordert mehr Anreizmodelle, um Gleichstellung voranzutreiben
In Tirol verdienen Frauen im Schnitt rund ein Fünftel weniger als Männer. Das ist deutlich mehr als im österreichweiten Durchschnitt. Für die Liste Fritz zeigt diese Einkommenslücke ganz klar, dass echte Gleichstellung noch lange nicht erreicht ist. „Tirol versteht sich gern als starkes Wirtschaftsland. Aber echte Stärke zeigt sich daran, wie fair Chancen verteilt sind. Solange Frauen für die gleiche Leistung weniger verdienen, ist Gleichberechtigung nur ein Versprechen, aber lange noch keine Realität“, betont Liste-Fritz-Parteiobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.
Liste Fritz fordert Transparenzjahr für Gleichstellung und konkrete Anreizmodelle
Unternehmen ab einer bestimmten Größe sollen einmal jährlich anonymisiert aber nachvollziehbar offenlegen müssen, wie hoch die durchschnittlichen Einkommen von Frauen und Männern im Betrieb sind. „Der Ansatz ist einfach. Was sichtbar wird, kann auch verändert werden. Fehlende Transparenz ist eine der Hauptursachen dafür, dass Einkommensunterschiede bestehen bleiben“, so Haselwanter-Schneider. Darüber hinaus schlägt die Liste Fritz weitere Maßnahmen vor, um Gleichstellung in der Arbeitswelt voranzubringen: Einen Care-Bonus für Unternehmen mit guten Kinderbetreuungsmodellen sowie eine Tiroler Rangliste der fairsten Arbeitgeber. „Wir müssen Gleichstellung sichtbar machen, messbar machen und belohnen. Dann entsteht auch ein echter Wettbewerb um faire Arbeitsbedingungen. Davon profitieren Frauen, Familien und letztlich der gesamte Wirtschaftsstandort Tirol“, ist Haselwanter-Schneider überzeugt.