Liste Fritz will mehr Tempo bei Entlastung zum Schutz der Anrainerinnen und Anrainer
Mit jeweils 40 Fragen an Landeshauptmann Anton Mattle und die Landesräte René Zumtobel sowie Josef Geisler hat die Liste Fritz die Verkehrssituation im Bezirk Kitzbühel entlang der Pass Thurn Straße (B161) beleuchtet. Planungen, verkehrstechnische Prüfungen, Straßenbauvorbereitungen und Verbesserungen im öffentlichen Verkehr sind in Arbeit. Aktualisierte Kostenschätzungen und Umsetzungen aber nicht. Für die Liste Fritz ist deshalb klar, dass es angesichts der jahrelangen Belastung der Bevölkerung mehr Tempo in der Umsetzung braucht. Für die kommenden verkehrsintensiven Monate sind spürbare und verbindliche Übergangslösungen notwendig. „Wir sehen, dass das Land nicht untätig ist. Aber für die Menschen entlang der B161 zählt nicht, was irgendwann möglich sein könnte, sondern was sie konkret im Alltag entlastet. Staus, Lärm und schlechte Luft schaden der Bevölkerung und der Region. Die Zeit der Vertröstungen muss vorbei sein“, erklären Liste Fritz-Klubobmann Markus Sint und Bezirkssprecher Josef Niedermoser.
Im Tempo und der Umsetzung gibt’s noch Luft nach oben
Laut Auskunft der Landesregierung werden unter anderem Dosieranlagen, Verkehrslenkung, Auswirkungen auf den Ausweichverkehr sowie Abfahrts- und Durchfahrtsverbote geprüft. „Es wird geprüft und analysiert. Was davon die Bevölkerung wirklich entlastet, bleibt offen. Neue Lärmmessungen und Luftschadstoffmessungen sind aber nicht geplant“, berichtet Sint. Gleichzeitig laufen Planungen beim Knoten Sportplatz Kitzbühel und das Einreichprojekt für die Neuanbindung St. Johann Süd liegt vor. Zur unendlichen Geschichte Umfahrung Kitzbühel liegen Vorentwürfe vor. „Offensichtlich spießt es sich an der Trassenführung, an Grundstücken und wohl auch am Geld. Eine aktualisierte Kostenschätzung legt die Landesregierung nicht offen. Allerdings wurden für Verkehrsplanungen entlang der B161 seit 2020 insgesamt 342.000 Euro ausgegeben. Statt weiter ´Bitte warten` braucht es für die betroffene Bevölkerung mehr Tempo für Übergangslösungen zur Entlastung“, sind sich Sint und Niedermoser einig. Für die Liste Fritz ist daher ein verbindlicher Maßnahmenplan für die B161 mit temporären Dosier- und Lenkungsmaßnahmen an Spitzentagen, Maßnahmen gegen Ausweichverkehr durch Wohngebiete, besserer Information bei Stauereignissen, einem Anrainer-Schutzpaket sowie einer transparenten Evaluierung der gesetzten Maßnahmen notwendig. Es muss auch weitere Verbesserungen im Öffi-Verkehr geben, um Autos von der B161 wegzubringen. „Deshalb haben wir beispielsweise das Vorhaben für einen Dorfbus St. Johann mit einem Landtagsantrag unterstützt. Auch die bisherigen Änderungen im Öffi-Verkehr im Bezirk Kitzbühel anerkennen wir. Das Bemühen sprechen wir der Landesregierung nicht ab, beim Tempo und der Umsetzung hat sie aber noch Luft nach oben“, unterstützen die Liste Fritz-Politiker Sint und Niedermoser den weiteren Ausbau des Öffi-Angebotes im Bezirk.

