Mehr Kontrolle und Fairness im Tourismus

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Liste Fritz setzt im Juli-Landtag Tourismus-Schwerpunkt. Insgesamt 32 neue Landtagsinitiativen.

„Der Tourismus gehört zu Tirol, deshalb braucht es Reformen. Mehr Transparenz, Kontrolle und Fairness“, erklärt Liste Fritz-Klubobmann Markus Sint den Landtagsschwerpunkt zum Tourismus. Konkret will die Liste Fritz die Tourismusabgabe gerechter machen. „Wer wirklich vom Tourismus profitiert, soll auch Tourismusabgabe bezahlen. Aber nicht automatisch jeder, der einen Umsatz erzielt. Schluss mit dieser Schattenumsatzsteuer. Das ist eine pauschale Abzocke der Unternehmer in Tirol“, halten Liste Fritz-Klubobmann Markus Sint und Landtagsabgeordneter Herwig Zöttl fest. Seit der Änderung des Tourismusgesetzes am 1. Jänner 2024 wird nämlich der Nutzen aus dem Tourismus nicht mehr im Einzelfall geprüft. „Früher wurde geprüft, ob ein Unternehmen tatsächlich einen unmittelbaren oder mittelbaren Nutzen aus dem Tourismus hat. Diese Prüfung haben ÖVP und SPÖ abgeschafft. Das ist für Unternehmer und Unternehmen, die keinen Nutzen aus dem Tourismus haben, eine unfaire Belastung.“ Die Liste Fritz fordert daher die Wiedereinführung der Einzelfallprüfung.

Haushalten mit dem, was da ist: Bettenstopp endlich umsetzen

Bereits 2021 hat der Tiroler Landtag einstimmig beschlossen, nicht noch mehr Gästebetten in Tirol zu schaffen, sondern sich eine Bettenobergrenze von 330.000 zu verordnen. Mittlerweile gibt es mehr als 340.000 Betten, Tendenz steigend. „Wir brauchen einen Bettenstopp. Endlich ein Konzept dafür. Rechtlich und faktisch ist es machbar, wie uns das Beispiel Südtirol zeigt“, so Sint und Zöttl. Es geht nicht allein um eine tourismuspolitische Frage. Es geht um Flächenverbrauch, Wohnraum für Einheimische, immer mehr Verkehr, fehlenden Tourismus-Arbeitskräfte und Mitarbeiterhäuser sowie um die Tourismusgesinnung der Tiroler. „Wer den Tourismus in Tirol langfristig absichern will, muss auch seine Akzeptanz sichern. Klasse statt Masse darf es nicht nur in Sonntagsreden heißen.“

34 Tourismusverbände in Tirol mit rund 250 Mio. Euro Budget aber ohne Kontrolle

„Die Tiroler Tourismusverbände haben enorm viel Geld. Allein im Jahr 2024 waren es rund 243 Millionen Euro. Wer mit so viel Geld arbeitet, muss sich auch einer wirksamen und unabhängigen Kontrolle stellen“, fordern Sint und Zöttl mehr Transparenz. Der Tiroler Landesrechnungshof soll künftig die Gebarung der 34 Tourismusverbände vollständig prüfen können. Dafür braucht es eine Änderung des Landesrechnungshofgesetzes. „Derzeit gibt es keine Transparenz und große Lücken bei der Kontrolle. Uns geht es darum, dass die Gelder sparsam, wirtschaftlich, zweckmäßig und rechtmäßig verwendet werden“, erklären Markus Sint und Herwig Zöttl abschließend.

Originaltöne zum Nachhören:

260630 Sint 1: Warum setzt Liste Fritz im Juli-Landtag den Schwerpunkt auf Tourismus?

260630 Sint 2: Forderung 1 – Änderung der Tourismusabgabe

260630 Sint 3: Tourismusabgabe ist eine Schattenumsatzsteuer

260630 Sint 4: Wirksame und unabhängige Kontrolle nur mit Landesrechnungshof

260630 Sint 5: Forderung 2 – Bettenstopp

260630 Sint 6: Ohne Bettenstopp wird Tourismus weiter befeuert – mit negativen Auswirkungen

260630 Sint 7: Wie kann man Bettenstopp umsetzen – ist das überhaupt möglich?

260630 Zöttl 1: Kritik am Kurienwahlrecht

260630 Zöttl 2: Beispiel Innsbruck

260630 Zöttl 3: Kurienwahlrecht ist demokratiepolitische Katastrophe

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