Leistungskürzungen der ÖGK: Rechnung zahlen Versicherte

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Liste Fritz fordert LH Mattle auf, auf Reden auch Taten folgen zu lassen

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) muss aufgrund eines notwendigen Sparkurses bei Leistungen einsparen. Für die Versicherten bedeutet das am Ende weniger Leistungen und höhere Selbstbehalte. Besonders betroffen sind Familien und jene, die sich das teure Leben jetzt schon kaum leisten können und auf medizinische Unterstützung angewiesen sind. So wird etwa der Familienzuschlag beim Krankengeld mit 1. März gestrichen. Auch beim Zahnersatz müssen Versicherte künftig tiefer in die Tasche greifen. Zudem sollen ab Mai Krankentransporte nur noch bei bestätigter Gehunfähigkeit bewilligt werden. Für die Parteiobfrau und Gesundheitssprecherin der Liste Fritz, Andrea Haselwanter-Schneider, bestätigt sich damit die bisherige Kritik an der Zusammenlegung der Krankenkassen. „Die Zentralisierung der ÖGK hat bisher nichts gebracht. Ganz im Gegenteil. Die geforderte Harmonisierung der Leistungen der Krankenkassen für alle Versicherten ist noch lange nicht umgesetzt. Auch Jahre nach der Fusionierung bestehen weiterhin große regionale Unterschiede bei der Abrechnung von Leistungen und Zuschüssen. Jetzt müssen wieder die Versicherten die Rechnung bezahlen“, kritisiert Haselwanter-Schneider.

Einsparungen sind weiterer Schritt in Richtung Zwei-Klassen-Medizin

„Wenn Leistungen gestrichen werden und die Selbstbehalte steigen, trifft das vor allem Familien, ältere Menschen und chronisch Kranke. Wohin soll das führen?“, fragt Haselwanter-Schneider. Sie sieht auch Tirols Landeshauptmann Anton Mattle gefordert: „Es nützt den Patientinnen und Patienten nichts, wenn Landeshauptmann Mattle in der Öffentlichkeit eine Reform der Reform fordert. Er muss seinen Worten endlich Taten folgen lassen. Mattle ist nicht nur Tiroler Landeshauptmann, sondern auch Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz. Die ÖVP stellt den Bundeskanzler und ist Regierungspartei. Wenn es der ÖVP wirklich ernst ist, dann muss sie diese Fehlentwicklung im Gesundheitssystem sofort korrigieren“, fordert Haselwanter-Schneider abschließend.

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