Fieberbrunn: So geht Ausverkauf

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Für Liste Fritz ist die Zeit für Mega-Hotelprojekte auf der grünen Wiese vorbei

Für die Liste Fritz hat die Gemeinde Fieberbrunn rund um das geplante Hotelprojekt auf dem knapp 38.000 Quadratmeter großen Tragstätt-Areal in Fieberbrunn kein gutes Geschäft gemacht. Das sieht auch Josef Niedermoser, Bezirkssprecher der Liste Fritz im Bezirk Kitzbühel, so. „Dieses Vorhaben ist sowohl wirtschaftlich als auch touristisch fragwürdig. Wenn die Gemeinde Fieberbrunn 38.000 Quadratmeter Grund in bester Lage um rund 3,9 Millionen Euro verkauft, dann verschleudert sie hier regelrecht wertvolle Gemeindeflächen“. Tatsächlich verkauft die Gemeinde gewidmeten Grund und Boden mit 103 Euro pro m² deutlich unter dem wirklichen Wert und riskiert damit auch weitreichende Folgen für Ort, Bevölkerung und Tourismus. „So geht der Ausverkauf der Heimat, wenn eine Gemeinde ein Filetgrundstück an einen Investor verkauft“, so Niedermoser, der aber auch Verständnis dafür zeigt, dass mit dem Verkaufserlös Darlehen für Infrastrukturprojekte im Umfang von rund 2,75 Millionen Euro getilgt sowie Sanierungen von Gemeindegebäuden und der Mittelschule finanziert werden sollen. Dennoch dürften bei solchen Entscheidungen nicht nur der kurzfristige finanzielle Effekt im Vordergrund stehen. „Dass eine Gemeinde Infrastrukturprojekte finanzieren will, ist verständlich. Aber hier geht es um ein Projekt mit langfristigen Auswirkungen für die Menschen und auf den Ort. Da braucht es Weitblick und den vermisse ich“, so Niedermoser.

Liste Fritz weist auf langfristige Folgen dieses Mega-Hotelprojektes hin

„Die bulgarischen Investoren wollen ein Mega-Hotel mit bis zu 350 Betten auf die grüne Wiese stellen. Das hat weitreichende Folgen für die Menschen und den Ort. Mehr Betten bringen mehr Verkehr und woher kommt dann das Personal? Es braucht eine Umkehr im Tourismus. Statt immer mehr und immer weiter, haushalten mit dem, was da ist. Also Qualität erhöhen und Auslastung in den bestehenden Häusern steigern statt neue Bettenburgen hinstellen, die den bestehenden Hotels dann Gäste und Mitarbeiter wegnehmen“, fordert Liste Fritz Klubobmann Markus Sint mehr Augenmaß und Weitblick.

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