Liste Fritz fordert Tempo 50 sofort und volle Transparenz bei der Umfahrung Fügen
Die Belastung für die Menschen entlang der Zillertalstraße in Fügen ist seit Jahren bekannt, passiert ist aber viel zu wenig. An Spitzentagen werden bis zu 32.000 Fahrzeuge gezählt, im Schnitt rund 17.000 pro Tag. „Wir werden seit Jahren hingehalten, während Lärm, Stress und Schlafstörungen für viele Menschen zum Alltag gehören. Eine Umfahrung in unbestimmter Zukunft ist keine Antwort auf die Probleme von heute“, kritisiert Liste-Fritz-Bezirkssprecherin Roswitha Schmida.
Neuigkeiten bringen die Antworten der zuständigen Landesräte Josef Geisler und Rene Zumtobel auf eine schriftliche Landtagsanfrage der Liste Fritz. „Uns fehlt das Tempo bei längst fälligen Entscheidungen. Geschwindigkeitsmessungen aus dem Frühjahr 2025 haben klar ergeben, dass eine Reduktion auf 60 km/h notwendig ist. Die entsprechende Verordnung gibt es immer noch nicht, jetzt soll sie im Frühjahr 2026 kommen“, fasst Roswitha Schmida zusammen. Landesrat Zumtobel kündigt auch weitere Lärmmessungen an, um zu klären, ob Tempo 50 möglich ist. Auch ein Linksabbiegeverbot beim Möbelhaus Wetscher lässt er prüfen. „Die Landesregierung zaudert und zögert. Seit 2025 steht fest, dass Tempo 60 notwendig ist. Letztlich braucht es ein 50er-Tempolimit. Die Orte Hall, Volders, und Wattens machen es vor. Auch in der Bezirkshauptstadt Schwaz ist Tempo 50 verordnet. Wir fordern Gleichbehandlung ein und verlangen die Kontrolle des Tempolimits durch stationäre Radargeräte. So wie es vielerorts schon üblich ist. Warum soll Fügen eine Ausnahme sein?“, betont Liste-Fritz-Bezirkssprecherin Roswitha Schmida.
Umfahrung Fügen: Kostenschätzung fehlt
Ziemlich unklar bleibt die Zukunft der Umfahrung Fügen. Bisher hat man mit 49 Grundeigentümern eine Einigung erzielt, mit 24 noch nicht. Eine aktuelle Kostenschätzung gibt ebenso nicht. Die letzte bekannte Kostenschätzung stammt aus dem Jahr 2021 und lag damals schon bei 98 Millionen Euro. „Fünf Jahre später ist dieses Straßenbauprojekt mit Sicherheit nicht billiger geworden. Es gehört eine aktuelle und seriöse Kostenschätzung auf den Tisch statt dieser ÖVP-Geheimniskrämerei. Rund um die Umfahrung Fügen gibt es einerseits Hoffnungen, etwa von Anrainern auf besseren Lärmschutz, und andererseits Befürchtungen, dass wieder nichts weitergeht. ÖVP-Landesrat Geisler soll offen sagen, ob diese Umfahrung Fügen kommt oder nicht“, verlangt Liste Fritz Klubobmann Markus Sint mehr Transparenz und endlich Klarheit. „Es geht um die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung. Die Menschen in Fügen und in der Region brauchen spürbare Entlastung statt Verzögerungen. Wir verlangen Sofortmaßnahmen für die leidgeplagte Bevölkerung entlang der Zillertal-Straße. Mit den Vertröstungen muss jetzt Schluss sein“, stellen Roswitha Schmida und Markus Sint klar.
Foto Liste Fritz
